CRU
Christlicher Religionsunterricht
Ein Raum für Begegnung, Zuhören und die großen Fragen des Lebens.
1. Wofür wir stehen
In der IGS Gehrden, die stark durch selbstorganisiertes Lernen geprägt ist, setzen wir bewusst einen besonderen Schwerpunkt: den Menschen in Beziehung zu sich selbst, zu anderen und zur Welt. Der Religionsunterricht schafft einen Raum, in dem Zuhören, Austausch und respektvolle Begegnung im Mittelpunkt stehen. Dabei greifen wir zentrale Fragen des Lebens auf und verbinden fachliche Inhalte mit den Erfahrungen der Schüler*innen. Unser Ziel ist es, Orientierung, Empathie und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Religion ist für uns deshalb ein Fach, das Wissen, Werte und persönliche Entwicklung miteinander verbindet.
2. So arbeiten wir
Während viele Lernprozesse an unserer Schule im selbstregulierten Lernen auf den Freiflächen stattfinden, arbeitet der Religionsunterricht bewusst in einem anderen Rahmen: Einmal pro Woche treffen sich die Schüler*innen in festen Gruppen zu einer gemeinsamen Stunde. Dieser geschützte Rahmen ermöglicht persönliche Begegnung und intensive Gespräche. Rituale zu Beginn der Stunde schaffen Vertrauen und Verlässlichkeit – hier können Sorgen oder auch schöne Erlebnisse geteilt werden.
Im Mittelpunkt stehen Kommunikation, gegenseitiges Zuhören und respektvoller Austausch. Die Schüler*innen lernen, eigene Gedanken zu formulieren und andere Perspektiven wahrzunehmen. So verbinden wir fachliches Lernen mit sozialem Lernen und stärken die Gemeinschaft innerhalb der Gruppe.
3. Das lernen unsere Schüler*innen
Im Religionsunterricht setzen sich unsere Schüler*innen mit grundlegenden Fragen des Lebens auseinander: nach Sinn, Verantwortung, Gerechtigkeit und Zusammenleben. Sie lernen zentrale Inhalte des christlichen Glaubens kennen und beziehen diese auf ihre eigene Lebenswelt.
Gleichzeitig entwickeln sie wichtige soziale Kompetenzen – dazu gehören Zuhören, Ausreden lassen, respektvolles Diskutieren und das Aushalten unterschiedlicher Meinungen. Die Schüler*innen lernen, ihre eigene Haltung zu reflektieren und begründet zu vertreten. Durch handlungsorientierte Methoden werden Themen erfahrbar und lebensnah.
4. Was uns besonders macht
Besonders an unserem Religionsunterricht ist der bewusst geschaffene Raum für echte Begegnung und gemeinsames Nachdenken. In einer Lernumgebung, die häufig durch individuelles und digitales Arbeiten geprägt ist, steht hier der persönliche Austausch im Mittelpunkt.
Wir greifen aktuelle Fragen und Herausforderungen des Lebens auf und geben ihnen Raum im Unterricht. Wenn Schüler*innen mit schwierigen Situationen wie Verlust, Trauer oder anderen Schicksalsschlägen konfrontiert sind, reagieren wir darauf auch seelsorgerisch. Der Religionsunterricht wird so zu einem Ort, an dem Menschen füreinander da sind. Diese Haltung möchten wir nicht nur thematisieren, sondern im Schulalltag auch sichtbar leben – Gemeinschaft, Empathie und gegenseitige Unterstützung werden hier konkret erfahrbar.
5. Wer wir sind
Der Fachbereich Religion ist Teil eines engagierten Kollegiums, das religiöse Bildung zeitgemäß und lebensnah gestaltet. Wir arbeiten konfessionell-kooperativ und verbinden evangelische und katholische Perspektiven im gemeinsamen Unterricht. Grundlage unserer Arbeit ist das aktuelle Kerncurriculum für den christlichen Religionsunterricht (CRU) in Niedersachsen.
Gleichzeitig verstehen wir unseren Unterricht als wichtigen sozialen und persönlichen Erfahrungsraum innerhalb des Schulalltags. Unser Ziel ist es, Schüler*innen Orientierung zu geben und sie in ihrer Entwicklung zu stärken. Dabei steht für uns immer der Mensch im Mittelpunkt. Religionsunterricht bedeutet für uns daher fachliches Lernen, persönliche Begleitung und gelebte Gemeinschaft.